Donnerstag, 3. März 2016

Vivenda - Arbeit in der Gehörlosenschule




Hier in Kpalimé arbeite ich in einer Gehörlosenschule. An der Schule sind ungefähr 30 Kinder, aufgeteilt in 3 beziehungsweise 6 Klassen (eigentlich sind es 6 Klassen, aber weil es nur 3 Lehrer gibt, wurden jeweils 2 zusammengelegt). Ich teile mir mit einer anderen Freiwilligen die kleinste Klasse. Und das ist wirklich anstrengend! Das Problem ist, dass die Kinder ja erst in der Schule anfangen „sprechen“ zu lernen. Zusätzlich müssen die dann gleich aber noch schreiben und rechnen lernen. Es ist wie als würde man bei uns im Kindergarten schon anfangen zu unterrichten. Leider gibt es in Togo keine an die Behinderung angepassten Lernanforderungen, das heißt unsere Schüler müssen zur gleichen Zeit die gleichen Prüfungen schreiben wie alle anderen auch. Total bescheuert! Nächste Woche sind Prüfungen, mal gucken wie das klappt. Bis jetzt schaffen es die wenigsten Aufgaben zu lösen ohne dass einer von uns daneben sitzt… Das Schulsystem ist auch nicht das Beste. Es wird immer nur reproduziert, der Lehrer schreibt was an die Tafel, die Schüler schreiben ab. Selbstständig denken wird ja eh überbewertet. Das führt aber leider dazu, dass die Kinder in meiner Klasse das Denken ganz eingestellt haben und nur nach machen. Sogar im Kunstunterricht malt die Lehrerin den Gegensand vor und wenn die Kinder was anders malen, ist es falsch. Die Arbeit ist trotz all der Schwierigkeiten aber sehr interessant und macht Spaß. Ich hab auch schon ein bisschen amerikanische Gebärdensprache gelernt!






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