Donnerstag, 21. Januar 2016

Me srɔ Ewe

Das heißt ich lerne Ewe. Soviel habe ich bereits gelernt. Ich habe jetzt seit einer Woche Unterricht. Jeden Tag treffe ich mich mit Atsu für 3 Stunden im Büro meiner Organisation und er versucht mir diese Sprache irgendwie verständlich beizubringen. Er ist ganz begeistert von meinem Lernfortschritt - ich nicht so. Ewe ist eine einfache Sprache und genau das ist das schwierige daran. Flugzeug zum Beispiel heißt übersetzt ungefähr "Luftstraßenauto" und setzen sich viele Worte irgendwie zusammen. Diese Zusammensetzung ändert sich dann aber ständig, weswegen hab ich noch nicht raus gefunden. Außerdem gibt es sehr viele feste Redewendungen, Begrüßungsrituale..., die keinen logischen Ursprung haben und einfach auswendig gelernt werden müssen. Auswendiglernen ist allgemein ein großer Teil meiner Frezeitbeschäftigung. Es gibt für ein Wort oder Satz unglaublich viele Übersetzungen,  die genau das gleiche bedeutet. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Ewe-Stamm soweit verbreitet ist und sich in den verschiedenen Regionen verschiedene Versionen durchgesetzt haben. 
Der Unterricht ist auch eine gute Möglichkeit, ein bisschen mehr über die togoische Kultur zu lernen. Atsu bringt mir nämlich Wörter bei, von denen ich nie gedacht hätte,  dass die wichtig sein könnten. Letztens habe ich ein Wort gelernt,  dass das Reden während des Wartens, um die Zeit tot zu schlagen, beschreibt.

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